Meine
Leistungen

Baumerziehung

Die Erziehung eines Obstbaumes beginnt schon mit der Pflanzung. Beim Pflanzschnitt wird festgelegt, welche Jungtriebe die zukünftigen Leitäste bilden. Sie werden auf ihre Stabilität, Winkeligkeit und Wuchsrichtung überprüft und auf eine gewünschte Knospe angeschnitten, um das Wachstum anzuregen. Die korrekte Formierung der zukünftigen Krone ist wichtig, um einen stabilen Kronenaufbau zu gewährleisten, welcher der Fruchtlast und starken Stürmen standhält. Des Weiteren wird durch eine gezielte Aufteilung der Starkäste späteren schweren Eingriffen vorgebeugt, die den Baum nachhaltig schädigen könnten (Schnitte > 5cm).
Die Erziehung des Baumes wird, je nach gewünschter Größe, bis zum 15. Standjahr jährlich wiederholt. Die Arbeitszeit der jeweiligen Eingriffe kann dabei von wenigen Minuten bis zu einer Stunde betragen.

Streuobstpflege

Der Erhalt und die Pflanzung von Streuobstwiesen ist mir ein besonderes Anliegen. Diese extensiven Kulturlandschaften waren über Jahrhunderte die normale Form des Obstanbaus für die Bevölkerung. Im vergangenen Jahrhundert wurde der Streuobstanbau durch intensiv bewirtschaftete Obstplantagen abgelöst. Die alten Streuobstbestände begannen zunehmend zu vergreisen und sterben langsam ab. Durch die mangelnde Pflege hat auch die Qualität der Früchte nachgelassen, wodurch sich für viele der hohe Pflege- und Ernteaufwand nicht mehr lohnt.
Das Verschwinden solcher halboffenen Landschaftselemente aus unserer intensiven Kulturlandschaft hat nicht nur einen Rückgang der Artenvielfalt zur Folge. Auch alte Obstsorten verschwinden zunehmend von unserer Speisekarte. Dabei sind es gerade die alten Sorten, welche besonders an hiesige Umweltansprüche angepasst und einzigartig im Geschmack sind.

Altbaumpflege

Jeder Baum ist anders.
Diese Erfahrung mache ich immer wieder, denn die wenigsten Bäume wurden so erzogen, dass sie im Alter eine „Idealkrone“ aufweisen. Oft werden die Bäume erst geschnitten, wenn sie „zu groß“ geworden sind, was einen starken Rückschnitt zur Folge hat. Diese meist ein-zweimaligen Radikalschnitte fördern dabei ein ungünstiges Wuchsverhalten, da der Baum im nächsten Jahr mit einem starken Austrieb reagiert. Die Krone wird immer dichter und bald hat der Baum wieder seine alte Größe erreicht. Der gewünschte Effekt stellt sich nicht ein, und oft kommt es noch schlimmer: Die Fruchtqualität nimmt stark ab, Pilzbefall der Früchte und des Holzes wird gefördert und meist werden so große Schnittwunden hinterlassen, dass der Baum nicht in der Lage ist diese zu verschließen. Diese Wunden bilden eine Eintrittspforte für Krankheitserreger.
Kurz: Das frühzeitige Absterben des Baumes wird durch solche Schnittmaßnahmen vorprogrammiert.
Besser ist es durch gezielte Schnittmaßnahmen einen kontrollierten Neutrieb zu fördern, um auf dieser Basis eine verjüngte und stabilere Krone aufzubauen. Dafür ist es besonders wichtig das Wuchsverhalten des Baumes zu verstehen, um sorten- und standortbedingt auf dessen individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Baumpflege SKT-A

Als Baumkletterer biete ich auch die Pflege von Großbäumen an. Zweckmäßige Pflegemaßnahmen, wie Kronenreduzierung, Auslichtungs- und Verkehrssicherungsschnitt, benötigen eine fachgerechte Durchführung um eine nachhaltige Schädigung des Baumes zu vermeiden. Da die Großbaumpflege sowohl einen höheren Arbeitsaufwand, als auch ein größeres Risiko für den Kletterer darstellt, kann ich diese Art von Tätigkeit als Soloselbstständiger lediglich in Kooperation mit anderen Baumpflegebetrieben anbieten.

Kopfweiden Pflege

Kopfweiden dienten früher der Gewinnung junger Weidentriebe. Die Ruten eigneten sich als Tierfutter, Einstreu, oder Werkstoffe. Ob für Körbe, Möbel, Zäune oder als Wandelemente z.B. im Fachwerk. Die flexiblen Weidenrouten fanden vielseitige Verwendung.

Heutzutage hat die Nachfrage stark nachgelassen, das alte Handwerk wird lediglich als Kunsthandwerk, oder im Hobbybereich ausgeführt.

Die Bäume allerdings bilden nach wie vor wichtige strukturelle Elemente unserer Kulturlandschaft. Durch ihr dichtes Geäst bieten sie Vögeln und anderen Tieren Nist- und Ruheplätze an. Viele der Bäume bilden im Alter große Baumhöhlen, welche unter anderem gerne von Fledermäusen als Quartiere genutzt werden. Nicht zuletzt fügen sich Kopfweiden seit jeher in unser Landschaftsbild ein und sind aus diesem kaum noch weg zu denken.

Aus diesem Grund müssen die Bäume noch heute in regelmäßigen Abständen gepflegt werden. Das sogenannte „Schneiteln“ oder „Köpfen“ bezeichnet dabei das Zurücksetzen der Bäume bis auf den Stamm. Die Schneitelwirtschaft reicht zurück bis in die Jungsteinzeit (Neolithikum) und zählt damit zu den ältesten landwirtschaftlichen Praktiken der Menschheit. (Quelle: Lexikon des Agrarraums)

Natur-Hecken

Natur- und Wallhecken sind sowohl von kultureller, als auch landschaftsprägender Bedeutung. Die durchwachsenen Gebüsche heimischer Sträucher bieten schon früh im Jahr ein reichhaltiges Angebot an Nektar für Bienen und andere bestäubende Insekten. Viele Vogelarten finden hier sichere Nistplätze vor Räubern. Nicht zuletzt dienen Heckenstrukturen der Vernetzung von Habitaten und tragen so zu einer und artenreicheren Kulturlandschaft bei. Vor allem in Zeiten unserer modernen Landwirtschaft ist es wichtig, Orte zu schaffen an denen sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.